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Musical-Review: Rebecca 

12.01.2012

Musical-Review: RebeccaMusical-Review: RebeccaWer die Filme von Alfred Hitchcock kennt, wird "Rebecca" kennen. Für alle anderen: Es ist die höchst geheimnisvolle und spannende Geschichte einer verstorbenen Frau, deren Witwer und dessen neuer Gattin. In den Gemäuern eines alten Landhauses in Cornwall scheint der Mythos der Verstorbenen das Geschehen weit mehr zu bestimmen als die gegenwärtigen Bewohner. Ohne Grusel zu erzeugen, werden die Beklemmung und Bedrohung dieser Situation für die neue Herrin des Hauses deutlich.

Entsprungen ist diese Geschichte der Fantasie von Daphne du Maurier, die selbst in Cornwall lebte und wohl große Teile ihrer Persönlichkeit in ihrer Heldin verarbeitete. Ein weiterer ihrer Romane, der zu einen der großen Filmerfolge Hitchcocks wurde, waren übrigens "Die Vögel".

Nun rund 75 Jahre nach Entstehen des Romans dient "Rebecca" als Stoff für ein Musical, welches Ende vergangenen Jahres seine Deutschlandpremiere in Stuttgart feierte. Am 28. September 2006 hatte es im Raimund Theater in Wien Weltpremiere und reihte sich damit in eine erfolgreiche Tradition hervorragender Produktionen aus dieser Stadt ein. Die bekanntesten Vertreter sind wohl "Tanz der Vampire" – läuft in diesen Tagen nochmals in Berlin - und der Welterfolg "Elisabeth".

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Musical-Review: RebeccaMusical-Review: RebeccaDas unschlagbare Duo, das "Elisabeth" Text und Musik gab, tat dies auch für "Rebecca". Und wieder handelt es sich um ein dramatisches und emotionales Werk, welches besondere Anforderungen speziell an die Musik richtet.

Doch nicht nur die wird dem gerecht, was ein gutes Musical ausmacht. Für "Rebecca" wurden bewährte Elemente des Genres genauso genutzt wie moderne Einflüsse. Das Ergebnis ist eine mustergültige Produktion, die kaum Wünsche offen lassen dürfte.

Die bereits angesprochenen Kompositionen von Sylvester Levay bedienen die ganze Bandbreite von melancholisch-verträumten, dramatischen bis zu beschwingten Songs. Einige Stücke haben mit Sicherheit das Potenzial zu Evergreen-Hits, etwa das ergreifende Titelthema, welches immer wieder in der Songfolge eingeflochten ist. Harmonisch fügt sich der Text von Michael Kunze ein und erzählt fast ausschließlich in Liedern die recht komplexe Geschichte.

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Musical-Review: RebeccaMusical-Review: RebeccaDazu kommt ein wirklich grandioses Bühnenbild von Peter J. Davison, der schon für Opern-, Theater- und Musicalbühnen auf der ganzen Welt gearbeitet hat. Er verwendet detailgetreue Requisiten und Bühnenaufbauten, die durch ihre Beweglichkeit vielfältig einsetzbar und bespielbar sind. Um für die Handlung ein möglichst gutes Umfeld zu schaffen, werden einzelne Szenen durch eingespielte Projektionen unterstützt. In der Kombination aus beidem lässt sich auf der Bühne sogar ein alles vernichtender Hausbrand darstellen – projiziertes Feuer und echte Flammen schaffen eine ideale Illusion.

Zur Choreographie von Danni Sayers und unter der Regie von Francesca Zambello agiert ein erstklassiges Ensemble. Es trägt den dramatischen Charakter durch das ganze Stück und sorgt zwischendurch in unterhaltsamen Gruppenszenen immer wieder für Auflockerung. Besonders hervorzuheben ist die stets beeindruckende Stimme von Pia Douwes: Die gebürtige Niederländerin ist nicht nur hierzulande eine der bekanntesten Musicaldarstellerinnen und wird somit auch zu den Stars der Best Of Musical Gala 2012 gehören.

Wie schon Roman und Film wird auch das Musical "Rebecca" seine Zuschauer in den Bann seiner schauerlichen Geschichte ziehen. Einmal mehr bestätigen die Vereinigten Bühnen Wien damit ihren Ruf als Produzent hervorragender deutschsprachiger Musicals.

Kai Schmidt

http://www.stage-entertainment.de

  • Stuttgart – Stage Palladium Theater im SI-Centrum

 

 

 

 


 

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