 Die Platte zwingt schon mit dem Opener auf die Tanzfläche: Bei "Hearts Are Breaking Hearts" wird ein simples Gitarrenriff einmal kurz durch den Equalizer gedreht, mit einer monoton-rythmischen Gesangslinie und einer staubtrockenen Base-Drum garniert und am Ende, massiv verzerrt, aus dem Verstärker gejagt. Für Bewegungsphobiker dürften auch "Crystal Clear" und "My Dearest Enemy" therapheutisch wirken: Beide Songs wurden bereits veröffentlicht und sind Musterexemplare der Wrongkong'schen Songschmiede: Synthesizer und ein Koffer voller Effekte treffen auf echte Gitarren und Drums, dazu die Elektropop-Expertise eines Tommy Yamaha (The Strike Boys) und das Talent der charismatischen Leadsängerin Cyrena Dunbar. Ihre Vielseitigkeit beweist Dunbar in starken Songs wie "Love Machine" und "My Mind" und verschafft Wrongkong in den unendlichen Weiten des Indie- und Elektropop so den notwendigen Wiedererkennungswert."So Electric" ist eine frische, tanzflächenkompatible Platte, die alle Beteiligten zum Schwitzen bringen dürfte. Und wenn dann am Ende gar nichts mehr geht, hören wir den letzten Song des Albums, "Love in Hi-Fi", fallen uns in die Arme und tanzen Steh-Blues. Ralf Rebmann
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