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Oval - O 

03.09.2010

Die Zwischenzeit der relativen Funkstille ist beendet. Denn mit "O" veröffentlicht Oval eine geradezu epochale Sammlung kleinerer und größerer Stücksplitter. Dieses letzte Wort argumentiert stets mit Gewalt. Auf diese aber kann das siebzig Miniaturen starke Doppelalbum verzichten. Für "O" hat Markus Popp nämlich konstruiert, nicht destruiert.

Oval - OOval - O Ambivalent tönen die zumeist leicht nervösen, ebenso grüblerischen und introspektiven wie spannungsreichen Kurzkompositionen. Schwerlich ist zu bestimmen, wie die einzelnen Schallkombinationen und akustischen Bündelungen zu ihrer Form gekommen sind. Mitunter wirken sie durchaus improvisiert. Wenn ein Schlagzeug zu den elektronischen Wellen hinzukommt, dann klingt "O" wie zwangfrei konzentrierter, zukunftsweisender postmoderner Jazz.

Das Format, ein umfangreiches Zwei-Disk-Set, gewährt zahlreichen Klangkonstellationen und -räumen genügend Ausdehnungsdauer samt Verbreitungszeit. Vor allem, da die Ereignisdichte ziemlich niedrig ist, halten eine gewisse innere Ruhe und absolute Unaufgeregtheit "O" zusammen.

T. Stalling

http://www.thrill-jockey.com

 

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