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Aus den zeitgenössischen Folkloremusikszenen der amerikanischen Westküste stammt Dead Western, mehr oder weniger ein Singer-Songwriter-Alleingang. Das zweite Album, "Suckle At The Supple Teats Of Time", dieser mindestens leicht verstörenden Traditionenbehandlung, trägt Trauer in sich. Anders aber als viele andere dieser Folk-Leidensliedermacher drängt es diese Musik in artifizielle Ausdrucksformen. Leichte bis mittelschwere Überzeichnungen, gerade gesangliche, gestalten triste, düstere und bedrohliche Stimmungsbilder .
 Die Stimme von Dead Western, auch diese gehört dem Kopf des Projekts: Troy Mighty, ist eine höchst eigentümliche. Eine, wie aufgrund von Verlangsamung etwas leiernde, vor allem aber sagenhaft tiefe Singweise tritt zutage. Diese überführt sentimentale Lagerfeuersongs mit Zügen von Kammermusikstücken ins Opernhafte. Ganz dick aufgetragen bestimmt das Wort über die untermalenden Töne. Letztere wirken zuweilen sehr zerbrechlich. Den Eintritt in oder gar direkten Zugang zur Welt von Dead Western erleichtert der gesangliche Kunstgriff überhaupt nicht. Doch fasziniert eine sehr eigenwillige und tatsächlich schlüssige Herangehensweise. Denn dauerhaft verleiht gerade die zuerst durchaus als Klamauk zu deutende Singstimme den Liedern des Albums Unverwechselbarkeit nahe am Abgrund.
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T. Stalling
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