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Jimi Hendrix – Valley Of Neptune 

03.03.2010

Es mutet an wie eine echte Sensation. Die Veröffentlichung von bisher der Öffentlichkeit unzugänglichen Studioaufnahmen und ferner einigen absoluten Raritäten des Gitarrenvirtuosen, Poeten und musikalischen Visionärs Jimi Hendrix. Doch der Genuss der Veröffentlichung "Valleys Of Neptune" ist mindestens ein ambivalenter, keinesfalls ungetrübter. Zwar sind die remasterten Aufnahmen von nahezu ausnahmslos brillanter Klangqualität, leider aber können diese Vorzüge der enttäuschenden Auswahl kaum standhalten.

Jimi Hendrix – Valley Of NeptuneJimi Hendrix – Valley Of NeptuneZwar dürfte allein die Ankündigung einer Integration sowohl der letzten Aufnahmen der originalen Jimi Hendrix Experience aus dem April 1969, wie der ersten Studiomitschnitte der Band Of Gypsys fanatische Hendrix-Fans in helle Aufregung versetzen. Doch leider handelt es sich bei diesen verschollen geglaubten Dokumenten lediglich um Session-Takes. Interessant sind sie, darunter das Cream-Cover "Sunshine Of Your Love", allein wegen ihres Work-In-Progress-Charakters, viel mehr jedoch wohl kaum.

Hendrix setzte mit seinem Album "Electric Ladyland" neue Maßstäbe, was das Experimentieren mit Gitarrensounds anbelangt. "Valleys Of Neptune" vermag dies nur anzudeuten, anders als beispielsweise die postume Veröffentlichung "First Rays Of The New Rising Sun". Denn auf geschmackvolle oder gar gewagte Overdubstücke verzichtet das neue Album zugunsten der Betonung des gruppendynamischen Sessioncharakters. Bisweilen besitzen Stücke eine zweite Gitarrenspur. Mehr nicht. Schade.

T. Stalling

http://www.jimihendrix.com | http://www.sonymusic.de

 

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