bloom

Magazin -> Archiv

Luck In The Valley 

24.02.2010

Nun erscheint er also, der dritte Teil der von Jack Rose scherzhaft so genannten "Ditch Trilogy", und er erscheint zu spät. Am 05. Dezember 2009 verstarb der erst 38-jährige Rose, sein Schaffen, das er mit "Kensington Blues" bereits zu früh vollendeter Blüte führte, findet so ein jähes wie unerwartetes Ende. Ein Vermächtnis? Nicht ganz. Eher ein Zusammenschluss des bisherigen Weges, eine Zwischenbilanz, bevor Jack Rose sich wohl auf zu etwas veränderten Ufern begeben hätte.

"Luck In The Valley" vereint die zwei Gesichter, die Rose in den letzten Jahren zeigte. Zu einem Drittel bestimmt von traditionellen (oder traditionell anmutenden, sofern Rose sie selber schrieb) amerikanischen Vorkriegsliedern, wie er sie bereits auf den letzten Alben "And The Black Twig Pickers" sowie "Dr. Ragtime & Pals" mit so illustren Gästen wie Micah Blue Smaldone oder Glenn Jones vertonte. Zu einem Drittel erklingt sein ganz spezielles, persönliches Konglomerat aus Fahey-haftem Fingerpicking, geerdetem Blues, Raga und flirrendem Minimalismus. Und, um die Rechnung vollständig auszuführen, besteht "Luck In The Valley" zu einem Drittel aus einem Zusammenklang beider Herangehensweisen. Und auch wenn diese Zusammenführung überaus homogen und ohne Bruchstellen erklingt und einem Rose letztes Album von Durchlauf zu Durchlauf mit mehr freudvollen Herzsprüngen zurücklässt, macht es doch, vor allem in "Blues For Percy Danforth" und "Tree In The Valley", eines deutlich: am eindrücklichsten ist Rose dann, wenn er sich frei entfaltet, wenn er die Zügel so weit schießen lässt, dass bei aller Meisterlichkeit und Kontrolle Transzendenz durch die Töne schimmert.

Dennis Deter

http://www.myspace.com/jackrosekensington

 

Cd(s) bei amazon.de kaufen bzw. vorbestellen...

 

 

 


 

Powered by form4

Bei Fragen, Anregungen oder Beiträgen eMail an info@bloom.de.
Für die Richtigkeit der oben stehenden Artikel übernehemen wir keine Gewähr.