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Die Indie-Welt ist größer als man denken könnte - genau: noch größer! - und lange nicht jede feine Single erscheint zwangsläufig auch in Deutschland. Weil sich aber auch, manchmal gerade dort das Hinhören lohnt, wo sich noch nicht allzu viele Menschen tummeln, gibt es auf diesen Seiten in nicht ganz regelmäßigen Abständen, aber garantiert einmal im Monat jeweils sechs Kurzrezensionen von in der Regel bislang nicht in Deutschland veröffentlichten Platten von Bands, die jetzt noch nicht jeder kennt, denen man aber durchaus später einmal wieder begegnen könnte. In diesem Sinne: Dabeisein ist alles - gerade von Anfang an...
 Diese Ausgabe dieser Kolumne steht ganz im Zeichen des Londoner Indie-Labels Squirrel Records, das neulich schon mit dem Debütalbum der Sunday Reeds auf diesen Seiten vertreten war, aber nicht nur deswegen volle Aufmerksamkeit verdient!Der größte Stern am Himmel des kleinen Labels droht allerdings zu verblassen, denn die grandiosen Manhattan Love Suicides haben sich mittlerweile aufgelöst. Der vor unvergänglichen Fuzz-Pop-Nummern berstende Backkatalog ist aber freilich nach wie vor erhältlich, zudem wird mit zwei schicken Wrap Up-Releases der Einstieg leicht gemacht. So wurde das selbstbetitelte Debüt nun in einer Deluxe-Version wiederveröffentlicht - mit stolzen elf Bonus-Tracks (darunter die allererste Aufnahme der Band aus Leeds, ein 4-Track-Demo von "Thinking Is Killing Me") und einer DVD mit sämtlichen Promo-Videos. Wem das nicht genügt, der bekommt mit "Burnt Out Landscapes" eine 27 Tracks starke Compilation sämtlicher zuvor nur auf Vinyl erhältlicher EP-Tracks plus Bonusmaterial. Mehr geht nicht! .
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 Erfreulicherweise hat man sich aber nicht komplett vom Musizieren verabschiedet. So finden sich zwei der vier Suicides-Mitglieder nun bei Medusa Snare", deren Debüt "Cinderella" ebenfalls auf Squirrel Records erschienen ist und das statt großer Rock’n’Roll-Geste eher verhuschtes Indie-Understatement im Geiste so mancher Frühneunziger-Helden-Combo betreibt: viel herrliches Geschrammel und ab und an, etwa bei "This Is Not A War", mit dem richtigen Händchen für ganz großen Pop..
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 Dass es bei Squirrel bisweilen auch (fast) ganz ohne quietschende Gitarren geht, zeigt indes die letzte Vorstellung für heute, "A Silent No: 19~10~09" von Ailsa Craig. Hinter dem Projekt steckt niemand Geringeres als Matt Robson, so manchem vielleicht besser bekannt für seine Releases unter dem Namen Random Number. Dort wie hier puckern die Beats, immer wieder spannend kontrastiert von Akustikgitarre, Melodica oder, im gänzlich entrückten Titeltrack, einem Flügel.Mit der "Letters To Daddy EP" des jüngsten Label-Signings The Blanche Hudson Weekend steht übrigens schon der nächste Kracher ins Haus. Dazu demnächst hier mehr. Friedrich Reip
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http://www.squirrelrecords.co.uk - http://www.myspace.com/themls - http://www.myspace.com/themedusasnare - http://www.myspace.com/ailsacraigmusic
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