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Bon Jovi - The Circle 

12.11.2009

Mit "The Circle" veröffentlichen Bon Jovi gut zwei Jahre nach der milden Countryrock-Platte "Lost Highway" ihr elftes Studioalbum - und findet ein gutes Stück zum klassischen Hard Rock zurück. Ohne weitere einleitende Worte zu verlieren: die zwölf neuen Songs der Band um Jon Bon Jovi und Richie Sambora...

Bon Jovi - The CircleBon Jovi - The CircleWe Weren’t Born To Follow - Die erste Single klingt an mehr als einer Stelle verdächtig nach "Born To Be My Baby" vom 1988er Band-Meilenstein "New Jersey", geradlinig geschrieben, vielleicht sogar wieder mit etwas mehr Zug als zuletzt.

When We Were Beautiful - Ein bisschen früh im Album, um schon wieder einen Gang zurückzuschalten, das "Shalala" über dem Refrain klingt ebenfalls eher nach Raus- als nach Anschmeißer, und mit fünf Minuten tuckert die Kiste zudem wesentlich zu lang vor sich hin. Eine echte Bremse.

Work For The Working Man - Wer nicht schon bei den ersten Takten an "Livin’ On A Prayer" denkt, kennt diese Band nicht, auch die Lyrics haben Anklänge an den Klassiker schlechthin. Großartig produziert, mit einer echten Gitarrenlinie in der bombastischen finalen Bridge veredelt - fraglos einer der stärksten Bon Jovi-Songs der letzten Jahre.

Superman Tonight - Eine leidlich schmissige Popballade mit großem Crescendo und enormem Bühnenpotenzial.

Bullet - Vorhang auf für die große Überraschung des Albums - lange haben Bon Jovi nicht mehr so nach "Keep The Faith" geklungen wie auf "Bullet," das vielleicht kein zweites "If I Was Your Mother" ist, aber mit seinen dunklen Vocals und prominenter Gitarre doch ein sehr flottes Stück Hard Rock.

Thorn In My Side - Auch hier gilt: angenehm schnörkellos und zügig heruntergerissener Poprock, perfekt fürs Autoradio.

Live Before You Die - Eine fade, angekitschte Schunkelnummer über die Lektionen des Lebens. Vielleicht das schwächste Stück auf "The Circle" und schnell wieder vergessen...

Brokenpromiseland - ...was mit diesem Song umso leichter fällt, der erneut den Eindruck verschärft, dass man es hier tendenziell wieder mehr mit einer Gitarrenband zu tun hat. Eröffnung und Finale sind überflüssiger Stadion-Kitsch, aber dazwischen steckt einiges an Atmosphäre. Der Titel lässt allerdings spannendere Lyrics erwarten, als man letztlich geboten bekommt.

Love’s The Only Rule - Noch so eine Mogelpackung, allerdings eine positive, denn wo "Love’s The Only Rule" draufsteht, kann offenbar auch durchaus ein schnittiges, luftiges, stellenweise richtiggehend zauberhaftes Sommerpopstück drin sein.

Fast Cars - Luftig-leicht auch dieser nächste Track, endlich einmal wieder eine geglückte Referenz ans Jersey-Idol Bruce Springsteen.

Happy Now - Einer der elegantesten Songs, die Bon Jovi je geschrieben haben, mühelos, glaubhaft, voller Überraschungen in der Dynamik - neben "Bullet" der Geheimtipp des Albums...

Learn To Love - ...und der wesentlich bessere Abschluss als diese ganz offensichtlich mit Blick auf einen dramatischen Abgang geschriebene, arg vorhersehbare Tralala-Ballade, die einer im Ganzen überraschend flüssigen und runden Platte nicht gerecht wird.

Friedrich Reip

http://www.bonjovi.com

 

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