 Im August feierte das Musical “Edgar Allan Poe” Weltpremiere in der Oper Halle. In jahrelanger Vorbereitungszeit hat Eric Woolfson Songs zusammengestellt, die auf Erzählungen Poes aufgebaut sind. Das überzeugende Ergebnis wurde auf dem Konzeptalbum zum Musical zusammengestellt. Wie schon bei der Rezension dieses Albums vermutet, sind die Erwartungen die dieses Album weckt auf der Bühne schwer umzusetzen. Und das Bühnenstück in Halle beweist, dass es dem Potenzial dieser Musik nicht gerecht wird.Hauptproblem dieser Musicalversion ist, dass es keine nachvollziehbare Handlung gibt. Abstrakte Sequenzen werden einfach aneinander gesetzt. Ohne die Erklärungen im Programm ist es unmöglich, das Bühnengeschehen im Zusammenhang zu erfassen. Was im Ansatz gut gedacht war: das Leben Poes mit Motiven seiner Gedichte und Erzählungen darzustellen, ist in der Umsetzung auf der Stecke geblieben. Die Handlung wirkt äußerst notdürftig um die bereits vorhandenen Songs herumgestrickt. Die Charakterbilder Poes, die Intrigen seiner Widersacher, die emotionalen Verbindungen zu den Frauen in seinem Leben – vieles wird angerissen, aber nie konkret und so bleibt der Zuschauer verwirrt oder sogar verstört zurück. .
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