 Großes hat das belgische Quartett anvisiert, nicht weniger als die beste Popmusik. Drei Jahre hat es knapp gedauert. Nun erscheint das Resultat der Bestrebungen. Und natürlich beweist die Band ihr geschmackssicheres Feingefühl. Niedliche Melodien, nette Soundeffekte, optimistische Gitarren, antreibende Basslinien, strahlende Gimmicks, freundliche Arrangements und angenehmer Gesang prägen die Stücke des einfach nach der Band benannten Albums.Mit dem schillernden Dutzend neuer Lieder möchte die Gruppe wahrscheinlich zu den in Versaille zusammengekommenen, überaus sympathischen Aufbereitenden älterer Hitbaupläne aufschließen. Doch an Frankreichs Phoenix reichen die deutlich auf unsterbliche Hitsensationen verweisenden Beigaben und damit auch die vollendeten Songs nur selten heran. Das Pop kreiert ein knallbuntes Überraschungspaket der guten Laune. Es fehlt aber merklich an Substanz. Leider mutet die Leichtigkeit zu verkrampft an. Schnörkellose Rhythmen wollen den direkten Weg ins Popparadies gehen. Viel eher passieren sie aber im Laufschritt Lieder, welche das Leben verändern können, ohne in direkten Kontakt zu diesen zu treten.
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