
Der Autor des Band-Buches verfolgt die Entwicklungen des wilden Haufens, welcher aufgestiegen ist, um Musikgeschichte zu schreiben, seit seinen Jugendzeiten. Sämtliche Zeitungsartikel, die ihm in die Finger geraten sind, scheint er archiviert zu haben. Daher verwundert es kaum, dass seine Metallica-Historie zu großen Teilen auf eben diesen Berichten und Interviews, welche zuerst in Musikmagazinen erschienen sind, basiert. Dies ist Segen und Fluch zugleich. Denn einerseits gibt es viele Auskünfte, bisweilen auch Blickwinkel auf und Deutungen von entscheidenden Situationen. Andererseits aber bleibt die Geschichte der Band damit nebulös, wird dann doch wieder zu einem Metal-Mythos verklärt, der allerdings seine menschlichen Ursprünge durchaus noch bewahrt.
Entscheidend für die Gewichtung einzelner Phasen des Metallica-Werdegangs ist zudem stets das Geschmacksurteil des Autoren. Die drei ersten Alben erhalten daher, weil er sie zu Meilensteinen des modernen Metal-Musizierens erklärt, jeweils eine umfangreiche Aufarbeitung. Für das schwerer zugängliche "...And Justice For All" gilt dies beispielsweise nicht. Eine gleichberechtigte Behandlung wäre angemessener, jedoch auch, zugegeben, weniger persönlich. Besonders gelungen sind indes die zwischen die ausladenden Geschichtsschreibungskapitel gefügten Exkurse. Sie beweisen Humor, Sachverstand und das weiterhin pulsierende Herzblut. Wie die Band ist diese gewaltige und launische Biografie also "Some Kind Of Monster".
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