 Nur leider wirkten gerade die Artisten eher störend. Denn Mouron lebte wie immer ihre Lieder. Sang voller Gefühl, mal behutsam, mal voller Kraft. Und immer, als wären es ihre eigenen. Ob von Brecht, Piaf oder Brel. Ihr wurden die Chansons auf den Leipb geschrieben. Dazu Terry Truck als Begleitung ziemlich weit hinten auf der Bühne. Trotz seines wirklich exzellenten Klavierspiels, hat er sich etwas mehr in den Hintergrund zurückgezogen. Viel zu selten erklingt seine Stimme. Denn die Duette von Mouron und Terry sind ganz besonders schön. Und zwischen den Liedern immer wieder die kleinen Geschichten von Mouron. Erzählt mir ihrem ganz eigenen Humor und ihrem herrlichen Akzent. Die beiden Artisten dagegen wirkten sehr unnatürlich, sehr gespielt mit überzogene Gestiken. Meist in Bewegung auf der Bühne, ab und an auch am Vertikaltuch und Luftring über den Köpfen der Zuschauer. Jedoch gab es hier keine Kunststücke, sondern auch mehr Bewegungen, fast Ausdruckstanz. Mouron braucht keine Show, kein Beiwerk auf der Bühne. Sie selbst am Mikrofon füllt selbst große Bühnen mit ihrem Gesang. Ganz wunderbar. Felix Kosel
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