
Seine Mitspieler an Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug sowie auch das Streichquartett degradiert Proper-Sheppard zu Statisten. Er ist der absolute Mittelpunkt sämtlicher Songs, ihrer Gestalt, ihrer Dynamik und ihres Verlaufs. Einzig, wenn die Lautstärke angehoben wird, wie für "Oh My Love" oder das grandios dargebotene Stück "The River" beispielsweise, dann blitzt auf, was sein könnte. Dann agiert eine Band, ansonsten haben sich sämtliche Musizierende dem Leader unterzuordnen. Statisch und nahezu ausdruckslos fallen dadurch diverse Songs aus, sie werden zurückhaltend begleitet bis unpersönlich dargebracht.
Eventuell ist die Probenzeit mit dem Quartett zu kurz ausgefallen, doch eine souveräne oder gar spannende Gruppenperformanz gestaltet sich anders. Hier wird lediglich abgespult. Die abschließenden Zugaben verweisen dann darauf, wie viele Möglichkeiten in der Besetzung stecken. Erst als die Band ausbleibt, das Streichquartett den Sänger und seine Gitarre begleitet, kommen wunderschöne, ineinander verwobene Melodielininen zu Gehör. Und das abschließende, in mit Feedbacklärm von drei Gitarren, Uptemposchlagzeug und Geigencrescendi ausufernde, befreite Rocken, reizt Gruppendynamik, Klangkörper und die individuellen Musizierfähigkeiten des großen Ensembles aus.
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