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6x frischer Indie: The Paraffins, For A Minor Reflection, The Smiles And Frowns, |
18.07.2009
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Die Indie-Welt ist größer als man denken könnte - genau: noch größer! - und lange nicht jede feine Single erscheint zwangsläufig auch in Deutschland. Weil sich aber auch, manchmal gerade dort das Hinhören lohnt, wo sich noch nicht allzu viele Menschen tummeln, gibt es auf diesen Seiten in nicht ganz regelmäßigen Abständen, aber garantiert einmal im Monat jeweils sechs Kurzrezensionen von in der Regel bislang nicht in Deutschland veröffentlichten Platten von Bands, die jetzt noch nicht jeder kennt, denen man aber durchaus später einmal wieder begegnen könnte. In diesem Sinne: Dabeisein ist alles - gerade von Anfang an...
 Los geht es mit einem ganz besonderen Schatzkästchen: The Paraffins aus dem schottischen Knockentiber haben ihre Debüt-Single auf eine schnuckelige 3’’-CD gebrannt und geizen auch nicht mit Bonusspaß, der sich man allerdings nur per PC erschließt. Zu hören gibt’s freilich auch, in diesem Fall zweimal hübsch dahergeraunten 3-Minuten-Pop über Elektrogepucker.Neues unterdessen auch, endlich, von Coco Electrik, Altbekannten auf diesen Seiten. "Shine A Light" ist der Vorbote des zweiten Longplayers "White Ink" und ist trotz Anne Bootys lasziv-trashigen, somit durchaus fordernden Vocals mehr Pop als Elektronik. Auch die zwei Remixe lassen die Finger vom Herz des Songs. Schafft Spannung aufs Album. .
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 Noch einen Track mehr hat die "Black Heart, Blue Eyes"-EP von Tigers That Talked, drei der vier Songs der Band aus Leeds malen melancholische Slowpop-Melodien, das Ganze klingt ab und an, als hätten Radiohead nach "The Bends" nicht das Experimentieren, sondern den Folk für sich entdeckt. Bleiben wir denn also beim roten Faden der heutigen Ausgabe und erhöhren die Trackzahl weiterhin, nun auf sechs - was im Fall von For A Minor Reflection allerdings keineswegs für eine EP spricht: "Reistu þig Við, Sólin Er Komin Á Loft” läuft stolze 60 Minuten! Klar quasi nun auch, dass sich die Band aus Island ganz der dramatisch-großen Geste des ewig-hymnischen Postrockrauschs verschrieben hat. Prima Ersatzdroge für Junkies auf Explosions In The Sky. .
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 Stilecht in A- und B-Seite aufgeteilt haben The Smiles And Frowns die acht Songs ihrer gleichnamigen Platte, die mit seinen dezent vocodierten Vocals und herrlichem Analog-Instrumentarium (Glöckchen-Sammlung inklusive) eigentlich schon ein bisschen mehr spätsommerliche Spätsommerzärtlichkeit versprüht, als man Mitte Juli ertragen kann. Aber passt schon, natürlich.Zu guter Letzt der mindestens quantitative Höhepunkt, der 13-Tracker "Drowning In History" von The Sunday Reeds", die sich denn auch geschichtsträchtig irgendwo zwischen The Velvet Underground und Joy Division versenken lassen. Jede Menge gleißend-verzerrte Gitarren über schwerem Bass und monoton-hoffnungslosem Drumming, LoFi-Vocals mit tonnenweise Hall drauf - fertig, und trotz Titel: zeitlos. Friedrich Reip
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http://www.myspace.com/theparaffins - http://www.myspace.com/cocoelectrik - http://www.myspace.com/tigersthattalked - http://www.myspace.com/foraminorreflection - http://www.myspace.com/thesmilesandfrowns - http://www.myspace.com/thesundayreeds
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