 Zum Schmökern genau richtig, kommt der zweite "Indie Travel Guide" angenehm daher. Als Nebenbeilektüre bestens geeignet. Wie sein Vorgänger ist das seitenstarke Buch ein ganz, ganz netter Zeitvertreib geworden. Denn auch im zweiten Teil des "Travel Guide"s für Entdechlungsreisen und anhaltende Musikfreundschaft kommen Bands und Musizierende aus den USA und von anderswo zu ihren Geburtsorten respektive Wohnorten zur Sprache. Zwar langweilt das ewige Geplauder bei der Komplettbewältigung der Publikation. Doch wohl dosiert und nach Interessenlage studiert, bereitet Kolbs und Schreiners Zweitling träumerische Fernwehstunden.Das Hauptaugenmerk legen die Herausgebenden ganz klar auf die Vereinigten Staaten von Amerika. Neben den unausweichlichen Metropolenporträts - New York, Los Angeles etc. -, geraten dieserart auch weniger gegenwärtige Städte und Städtchen in den Fokus. Kneipenbesuche in Austin, Plattenkäufe in Phoenix, Essen gehen in Seattle, Second-Hand-Klamotten-Shopping in Winnipeg? Nach dem Konsum des zweiten "Indie Travel Guide" keine große Herausforderung mehr. In kleinen Lese-Häppchen lassen sich Rockgeschichte und -gegenwart bestens aushalten. Die zusätzlichen Kapitel, welche Südafrika, Japan, China, Australien und Neuseeland vorstellen, sind allerdings recht dürftig ausgefallen. Als bloße Dreingabe, nach Art eines Bonustracks, sind diese Abschnitte jedoch wenig störend. Sinn machen sie allerdings auch kaum.
|