 In dieser Hinsicht hört und fühlt sich "Battle For The Sun" nun zunächst wie eine Enttäuschung an - was natürlich auch heißt, dass Fans die Platte lieben werden. Der Opener ist in seiner Dramaturgie ein denkbar klassiches Placebo-Stück, und auch die erste Single, der vorab ausgekoppelte und über die offizielle Homepage verschenkte Titeltrack beruft sich förmlich auf eine Vertrautheit mit der Musik der Band.Doch mit dem flott aufgealberten "For What It’s Worth" aber, erst recht jedoch mit "Bright Lights" findet die Platte eine gerade hinsichtlich der Bandbiografie verblüffende neue Perspektive: es geht aufwärts, im Leben und so. "Bright Lights" ist der erste ungebrochen optimistische Placebo-Song überhaupt, eine Power-Ode auf den Glauben und Mut zu besseren Zeiten - und eben, vermutlich mehr oder weniger ganz nebenbei, eine perfekte Single fürs Duschradio. Placebo erfinden sich als Ganzes nicht neu, keine Frage. Das ist beruhigend. Aber sie scheinen genau zu wissen, wohin der Weg führen kann und wie man ihn einschlägt. Das macht Freude. Mehr Placebo for everyone sozusagen. Friedrich Reip
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