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Lange ist es her, dass A Minor Forest oder die Nerves zuletzt ein Album präsentierten. Doch im Frühjahr, nach Jahren im Dienste des hoch-ästhetischen Verfeinerns, der Produktion von gemäßigteren Folk- und Rockgruppenmusiken, der Hinwendung zu freiem und gruppendynamischen Jazz und dem Eintauchen in Elektroakustik-Projekte, veröffentlicht das Thrill Jockey Label nun endlich wieder eine echte Noise-Band mit Vision. Double Dagger, das Trio aus Baltimore, hat sein erstes Album fertiggestellt.
 "More", eine knapp formulierte doch umfangreich ausgespielte Kampfansage, bietet sämtliche Errungenschaften des intensiven, abwechslungsreichen, lauten und leisen Krachrockens: harsche Riffs, Feedback, anecken-den Erzähl- und Brüllgesang, manisch voran preschende Rhythmen, wuchtige Basslinien, wütende und schrille Gitarrenbrisanz, angespannte Dissonanz und unorthodox heraus gehauene Trommeltiefschläge. Früher hießen die Bands, welche diese charakteristischen Grenzgänge ins Songformat integrierten Bastro oder Bitch Magnet, Slint oder Rapeman. Schabend und galoppierend, kreischend und eskalierend tun es diesen Meilenstein-Produzierenden Double Dagger nach.
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T. Stalling http://www.myspace.com/doubledaggersucks
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