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Dirk von Lowtzow ist natürlich vor allem für seine Hauptband Tocotronic bekannt. Mit dieser schaffte er zuletzt immer den Spagat zwischen intelligenten deutschen Texten und rückhaltloser Feier des Poetischen und Irrationalen. Konzeptuell war das teilweise auch, wenn ein ganzes Album sich den dunklen Nischen der Vernunft oder dem heimlichen Triumph der "Kapitulation" und Aufgabe widmete.
Das letzte Phantom/Ghost- Album "Three" war zwar nicht gerade konzeptuell, aber doch im Ganzen geprägt durch die Bewunderung von Lowtzows und seines Mitstreiter Thies Mynther für die Incredible String Band. Die Elektronik des Debüts wurde deutlich zurückgefahren und einem warmen, analog zirpenden Mystizismus gehuldigt.
 "Thrown Out Of Drama School" geht in beiden Belangen noch einen Schritt weiter. Zum einen sind die elektronischen Elemente fast vollständig verschwunden. Dominierend sind Dirk von Lowtzows Gesang - wieder sehr in den Vordergrund gemischt - und das meist präparierte Klavier Mynthers. Auch ein Konzept, eine lose sich durch das Album ziehende Idee gibt es diesmal: die Platte ist sowohl als Musikaufnahme zu verstehen, aber auch als Aufführung, als eine Art "Highschool Musical", das sich selbst und und die vorangehende Schauspielklasse zum Thema hat.
Das klingt, so dahergeschrieben, etwas verquast und wird seltsamerweise auch auf Albumlänge nicht greifbarer. Scherz und Ernst sind auf "Thrown Out Of Drama School" nicht zu trennen. Das kabarettistische Klavier, die Musical-Referenzen, die verstolperten und über das Piano gebrochenen Militärmärsche - das ist sicher gewollt, hinterlässt aber vor allem den Eindruck großer Verkopfung. Und macht einen schrecklichen Song wie "You're My Mate", den Phamtom/Ghost gegen Ende covern (Ja! Genau den von Right Said Fred!) nicht wirklich besser.Dennis Deter
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http://www.myspace.com/phantomandghost
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