 Dieser hinterließ ihm ein besonders großes Erbe: Seine Band Egypt 80. Mit ihr greift er die Themen auf, über die sein Vater nach seinem Tod nicht mehr singen konnte: Korruption, Armut, mangelnde Hygiene und Unterdrückung in Afrika.Untermalt wird das vom Afrobeat, den sein Vater erfunden hatte: Pompöser Big-Band-Sound mit einer starken Position des Saxophons, Funk und afrikanischen Einflüssen wie ausgiebigen „Call & Response“-Chören. Seun Kuti modernisiert diesen Sound, sowohl musikalisch als auch gesanglich, indem behutsam Hip-Hop-Elemente intregriert („African Problems“). Damit die Big-Band auch ausgelastet ist, finden sich nur sieben Songs auf dem Album, die im Durchschnitt jedoch über sieben Minuten lang sind. So beginnt der Gesang meist erst ab Minute drei, um dann zwei Minuten vor Ende noch mal für frentische Soli der Bandmitglieder zu verstummen. Das Debutalbum schafft es, das musikalische Erbe des legendären Fela Kuti in die richtige Richtung weiterzuführen: Tanzmusik mit einer aktuellen Message! Robert Kneschke
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