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Mario Noll ist ein umtriebiger Geist. Als Frontmann der Leipziger Lokalgröße Mad X-Ray offensichtlich noch unterbeschäftigt, entstanden im Laufe der Zeit kleine Songminiaturen, die immer mehr zu Liedern heranwuchsen und nach eigener Behandlung schrien. Zusammen mit Musikern anderer Leipziger Bands hat Noll diese Lieder nun aufgenommen und als Monte Filet in einer schmucken Metallbox veröffentlicht.
 Die klar benannten Vorbilder wie dEUS, Tom Waits oder Velvet Underground lassen sich in diesen charmanten Vierspuraufnahmen allerdings nicht heraushören. Manches tönt eher nach Anleihen der alten Hamburger Schule oder nach Sharon Stoned, wenn auch weniger ausgereift. Musikalisch zwar durchaus fein, immer ein wenig knarzig und mit hochgekrempelten Ärmeln dargeboten, liegt der Schwachpunkt der Platte vor allem in den Texten. Wo im deutschen etwas zu überambitioniert in die Bedeutung gegriffen wird, radebrecht es im englischen dafür anders angestrengt. Spaß macht dann vor allem der bollernde Akustik-Blues, den Monte Filet immer wieder mit viel Spielfreude zelebrieren und der dabei so herrlich schräg um die Ecke biegt.Dennis Deter
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