 Virtuos bringen die Nicht-Pariser die ungeraden Metren zum Grooven, poltern sicher und geschmeidig durch Takt- wie Rhythmuswechsel und lassen die geschwinden Licks erstrahlen, die nie zur bloßen Show-Off-Fingerübung verkommen, sondern in erster Linie kompositorischen Nutzen erfüllen.Anschließend widmet die Gruppe den Stimmungshits ihres ersten Longplayers die volle Aufmerksamkeit. Leider aber wird auf Zugaben komplett verzichtet, da der Club ins Vorprogramm der Rascals gerutscht ist. Nach dem Genuss eines Hot Club de Paris Konzerts, mit diesen verblüffenden Hyperraum-Gitarrenpopstücken, tönt eine Rock´n´Roll-Combo allerdings nach verspätet einsetzendem Altherren-Frühschoppen mit eingeschlafenen Füßen. Und, was weiterhin festzuhalten bleibt, mehr musikalische gute Laune ohne Stumpfsinn kann niemand austeilen respektive verkraften. Der Club spielt eben auf allen Ebenen am Limit. T. Stalling
|