 Diese CD wirkt, als wollte das Label ein Ventil für ihre Musiker schaffen, die mal eine Pause vom intellektuell-schrammeligen Deutschpop brauchten. So durften sie ihre Elektro-Tracks, die sie als Ausgleich zur Gitarrenmucke am Computer mit viel Effekten versehen haben und darüber ein bißchen gelabert haben, um drei Minuten mit Text zu füllen, auch mal veröffentlichen, aber nur unter Pseudonym, damit die Fans sich nicht die Haare raufen.So erinnert „Ultimate Trasher“ an die unzähligen Kassetten-Sampler aus den NDW-Jahren in den 1980ern, als die Bands mehr Zeit damit verbrachten, sich skurrile Namen auszudenken, statt im Proberaum zu üben. Deshalb sind die Namen auch heute wieder amüsanter als die dazugehörige Musik: „The Wurst Nightmare“, „Wandergruppe Straffensack“, „Fledermannkackaffen“ oder „Travemünder Assis“ sind nur einige Beispiele. Bei letzteren steht auf deren Myspace-Seite: „Keiner will uns“. Nach dem Hören der CD verstehe ich das. Der Titel hätte mich aber auch alarmieren müssen: „Trash“ heißt doch „Müll“. Manchmal, wie bei Russ Meyer, wird daraus Kult, manchmal bleibt es Müll. Das „Vol. I“ hinter dem Sampler-Titel wirkt da wie eine Drohung.
Robert Kneschke
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