 Es werden bekannte Produzenten wie Matthias Arfmann oder Jimi Tenor gebeten, sich klassischer Musikaufnahmen anzunehmen. Es wird ihnen völlig freie Hand gelassen und vor allem das Ergebnis der ersten „Recomposed“-Serie mit Arfmann hat mich so überzeugt, dass die CD schnell eins meiner Lieblingsalben geworden ist.Jetzt, beim dritten Mal, wurden Carl Craig und Moritz von Oswald gefragt. Carl Craig ist in der Techno-Szene selbst schon ein Klassiker und Moritz von Oswald trat unter anderem als Schlagzeuger von Palais Schaumburg in Erscheinung und produzierte für Tresor Records. Für ihre Bearbeitung wählten beide das sattsam bekannte Stück „Bolero“ von Maurice Ravel und den Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky. Durch sparsam gesamplete Instrumente und viele sich wiederholende Loops, die nur langsam ineinander verschachtelt werden, ergibt sich ein hypnotischer Klangteppich, der anfangs sehr beruhigend wirkt, durch die ewigen spitzen Hornklänge in „Movement 2“ jedoch ab und zu nerven können. Trotzdem ein respektabler Versuch, das Alte mit dem Neuen zu verknüpfen. Ich bin gespannt auf den vierten Teil.
Robert Kneschke
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