 Das neue und dritte Album der britischen Band um Kele Okereke ist vor allem eine gute Nachricht: Bloc Party sind der Coldplayisierung entkommen. Griff "A Weekend In The City" doch etwas zu sehr ins durchweichte Mittel und in Richtung Stadionbühne, etabliert sie "Intimacy" nun als innovativer, härter und spannender als vergleichbare Bands der damaligen britischen Welle wie Maximo Park, Franz Ferdinand oder die Kaiser Chiefs.Dabei vereinen sie auf der neuen Platte konsequent die Stärken der beiden vorherigen. Die Elektronik und der weitumspannende Ansatz wurden vom Zweitling übernommen, die klaren, druckvollen Songs und das wieder einmal phänomenale Drumming vom Debüt "Silent Alarm". Wie überhaupt einmal gesagt werden muss, dass Bloc Party mit Matt Tong den wohl im Moment besten Schlagzeuger Englands auf dem Hocker sitzen haben. Sein Furor macht, speziell zu Beginn der Platte, die Uptempo-Songs zu einem Genuß, sein organisches Spiel passt gut in den unterkühlten elektronischen Ansatz, und Kele Okerekes gespannte, komprimierte Stimme hält die Lieder mühelos im Anschlag. Bloc Party, so kann man es sehen, standen an einer Kreuzung mit den Wegen Radiohead und U2, und sie haben die richtige Richtung gewählt. Dennis Deter
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