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D-Flame – Stress 

14.11.2008

Schade. Ich hatte mich gefreut, etwas Neues von D-Flame zu hören. Mit „Basstard“ stieg der Frankfurter Rapper zu früh auf den Dancehall-Zug auf und wurde deshalb vom kommenden Hype ignoriert. Sein zweites Album „Daniel X – Eine schwarze deutsche Geschichte“ ist für mich ein Meilenstein in der deutschen HipHop-Geschichte, wurde aber leider ebenfalls zu wenig beachtet, vielleicht weil es zu anspruchsvoll war.

D-Flame – StressD-Flame – StressSollte sein mittlerweile fünftes Album „Stress“ wieder achtlos ignoriert werden, hat das diesmal einen anderen Grund. Es ist einfach belanglos. Vor zehn Jahren wären die Songs vielleicht noch Wegweiser gewesen, mittlerweile hinken die HipHop-, Reggae- und Dancehall-Beats aber dem Zeitgeist hinterher.

Auch inhaltlich bleibt vieles hohl, es gibt viele Phrasen, paar missglückte Gesangsversuche („Es tut mir leid“) und zu viele oberflächliche Tracks, in denen er seine zerbrochenen Beziehungen verarbeitet. Wenn er dann versucht, einen Song über Hunger, Armut und das Elend in der Welt zu schreiben, endet das in einem kitschigen Gerechtigkeits-Gefasel („Zuviele Mütter haben zuviele Tränen vergossen“) mit gespitztem Zeigefinger und ohne Selbstreflexion („Solution“).

Nein, sorry, D-Flame, hier passt ein altes Fanta-4-Zitat am besten: „Die alten Sachen fand ich ja ganz gut, die neuen nicht“.

Robert Kneschke

http://www.dflame.de

 

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