bloom

Magazin -> Archiv

Max Melvin – Seasons 

29.06.2008

Nach fünf Jahren nun endlich geht die Geschichte von den Produzenten Andreas Bruhn und Stefan Rekittke unter dem Namen Max Melvin weiter. Und gleich vom ersten Ton an wird der Hörer mit einem für dieses Duo typischen Gefühl umhüllt und mitgenommen. Weiche Linien, warme Töne, gespickt mit wundervollen Details. Der Begriff Chillout wirkt in unserem Gebrauch fast zu billig. Als hochwertig, elektronische Downtempo-Musik könnte man sie bezeichnen. Wobei neben hochwertig auch die Begriffe persönlich und vertraut gesetzt werden müssen. Etwas schwierig zu Beschreiben also der Kern, das Wiedererkennbare. Sphärische Klänge kombiniert mit markierenden, klaren Tönen.

Max Melvin – SeasonsMax Melvin – SeasonsAuch wieder dabei sind im Titelstück die Akustikgitarrenklänge, die an Paco Fernandez erinnern und südländisches Flair aufkommen lassen. Die vereinzelten Vocals stammen u.a. von Anastasica, der SingerSongwriterin Anna Depenbusch. Träumerisch aus der Ferne bildet ihre Stimme ein weiteres Element des Ganzen. Leicht verzerrt und direkt dagegen die Stimme von Diana Tsantekidou im Titel „Someday“.

Einen Mittelpunkt bildet „Ease“. Mit der ähnlichen Struktur eines Liedes beginnt man mitzusingen. Fast schon mainstream wirkt die Melodie und setzt sich kitschig-süß im Kopf fest. „Heathen“ trägt dieses Gefühl weiter. Eine eingängige Klangfolge, die harmonisch durch die Tonarten wandert, geformt und aufgewertet von kleinen Disharmonien.

Eine lohnenswerte Platte, die einen guten Einstieg in die Musik des Hamburger Labels Maxelect Records gibt. Das letzte Album und den Meilenstein von Max Melvin übertrumpft es allerdings nicht.

Felix Kosel

http://www.maxelect.com

 

Cd(s) bei amazon.de kaufen bzw. vorbestellen...

 

 

 


 

Powered by form4

Bei Fragen, Anregungen oder Beiträgen eMail an info@bloom.de.
Für die Richtigkeit der oben stehenden Artikel übernehemen wir keine Gewähr.