 Doch um das Positive nicht unter den Teppich zu kehren: Auf der einen Seite gibt es packende Songs wie „Take“, „In Dreams” und “What's Next“. Nummern solider Nine-Inch-Nails-Schule mit feinem Ministry-Riffing. Schmetternde Gitarren, dramaturgisch-dynamischer Aufbau, starker Refrain, überraschende Breaks. Tja, so hätte man sich das ganze Album gewünscht. Auf der anderen Seite finden sich dann leider Kompositionen wie „Kill the Day“: Zum Teil recht nett sphärisch, aber im Endeffekt zu seicht, um fesseln zu können. Gleiches gilt für „Only You“. Und auch „Can Stop This“ plätschert gleichgültig an einem vorbei. Zu kraftlos, zu wenig innovativ, ja langweilig gar. Schließlich gibt es dann noch Songs, die irgendwo dazwischen liegen, aber nicht über das Mittelmaß hinausgelangen. Songs wie “Wake“, “Cold (Anthem for the Damned)”, “Hatred Is Contagious“ oder “Soldiers of Misfortune“, die vielleicht U2-Fans begeistern, mich allerdings gar nicht. Und die Bonusremixes von “Kill the day“ und “Soldiers of Misfortune“ hört man sich besser gar nicht erst an. Fazit: Filter sind stark, wenn sie in die Saiten hauen. Drei zugegebenermaßen klasse Tracks für ein Album sind aber einfach zu wenig. Mal sehen, in welcher Richtung sie weitermachen. Hoffen wir das beste. Christian Liederer
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