 Ganjaman ist dabei immer etwas naiv („Lass uns Frieden schaffen, wo er unvorstellbar ist“), die Texte stellen einfache Fragen, fordern einfache Antworten und malen die Welt gerne in schwarz und weiß. Aber wer Ganjaman kennt, weiß, dass er es ernst meint.Dieses ehrliche Gefühl kommt auch beim Hören immer rüber und so kann man ihm nie böse sein, dass er im Grund nur Klischees bedient. Im Gegenteil: Eine Stunde Ganjaman hören hat therapeutische Wirkung. Danach fühlt man (und frau) sich optimistisch, motiviert, ermutigt und beflügelt. So sehen das auch andere und unterstützen den Berliner gerne am Mikrofon. Phenomden, Mr. Reedoo, Junior Randy, Thai Stylee, Uwe Banton oder Irie Révoltés sind nur einige davon. Der Neuling Surviva, der bei zwei Songs dabei ist, reißt mit seinen zu platten Texten leider das filigrane Gebilde ein und ist damit der Wermutstropfen des dritten Albums. Aber so ist das im Leben: Zum Glück gesellt sich Pech, Erfolg wechselt sich mit Niederlage ab und auf Liebe folgt Schmerz.
Robert Kneschke
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