 Dreieinhalb Jahre hat sich William Borsay alias Willy DeVille mit seinem neuen Album Zeit gelassen. Große Überraschungen oder Neuerungen hat er auf "Pistola" trotzdem nicht zu bieten. Erwartet hat man das auch nicht, schließlich ist der Amerikaner seit 35 Jahren im Geschäft und hat längst seinen unverwechselbaren Sound zwischen Rhythm and Blues, Funk & Soul, Rock 'n' Roll und Cajun gefunden. Dennoch wäre es schade, wenn nur die zahlreichen Fans des 57-jährigen zugreifen würden. Ein paar feurige Songs hat er nämlich immer in Petto.
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 Der rockige Opener "So So Real" etwa, seine Version von Paul Siebels "Louise", die Streicherballade "I Remember The First Time" sowie "The Band Played On", ein herzergreifendes Tribute an die versunkene Stadt New Orleans. Beinah wäre DeVille die beste Veröffentlichung seit "Backstreets Of Desire" von 1992 gelungen. Doch zwei Spoken Word Darbietungen und die furchtbare Schnulze "Stars That Speak" zum Ende des Albums hinterlassen einen etwas faden Beigeschmack. Vielleicht ist es nun an der Zeit - nach der vierten Zusammenarbeit mit John Philip Shenale - mal wieder den Produzenten zu wechseln. Wie wäre es mit Rick Rubin, der selbst gerade ein Art Karrieretief durchlebt.Christof Herrmann
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