 Mono & Nikitaman singen über Selbstbestimmung, Toleranz, Freiheit und Widerstand, haben dabei immer hörbar Spaß und halten das Niveau über den üblichen Reggae-Klischees: „Hey, Ganjaleute, das ist kein Tune über Weed und auch kein Liebeslied für Blunts und Piece, hey Ladys, das ist nicht für euch, nicht explizit, seid nicht enttäuscht, ich hab euch trotzdem lieb“ („Es kommt anders“). Das tut gut.Wie viele Dancehall-Acts singen sonst noch über Entfremdung in der Kapitalgesellschaft? Keine Angst, das hört sich nur hier so spröde an, im Song „Tick Tack“ klingt es melodiöser. Um zu zeigen, wo die Wurzeln der Verknüpfung linker Inhalte mit tanzbaren Protestsongs liegt, covern Mono & Nikitaman den Rio Reiser-Song „König von Deutschland“ und aktualisieren ihn in „Das alles“. Wer mit gutem Gewissen Party machen will, liegt mit Mono & Nikitaman auch beim dritten Album richtig. Robert Kneschke
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