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Helen Schneider gibt eine musikalische Führung durch ihre Karriere 

07.04.2008

A Voice And A Piano“, das ist es was Helen Schneider braucht, um ein Abendprogramm zu gestalten. Wer die Sängerin kennt, weiß, dass sie eine atemberaubende Stimme hat, die nicht unbedingt ein ganzes Orchester braucht, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Wie in diesem Programm tut es auch schon ein einzelner Flügel, der von ihrem langjährigen Begleiter Bruce W. Coyle gespielt wird.

Helen Schneider gibt eine musikalische Führung durch ihre KarriereHelen Schneider gibt eine musikalische Führung durch ihre KarriereDie Show beginnt auf einer Probenbühne, auf die Helen Schneider atemlos gestolpert kommt. Während sie Stück für Stück das Chaos aus herumstehenden Stühlen beseitigt, erzählt sie aus den Beginnen ihres Lebens als Sängerin. Es ist spannend, in Gedanken der 17jährigen zu folgen, als sie mit ihrer Bluesband durchbrannte, Star in Las Vegas wurde und dort den Mafia-Boss foppte, für den sie exklusiv singen sollte. Viel anders erging es ihr auch nicht als Rockstar, als sie fast von einer Horde wilder Motorradfahrer in Lederkluft entführt wurde. Doch sie war immer eine Kämpfernatur und nahm drei Jahre lang Schauspielunterricht, um sich dann endlich ihren Traum verwirklichen zu können. Ihr Ziel war es, Gesang und Schauspiel zu vereinen, was sie als gefeierter Musicalstar mit Engagements in Deutschland verwirklichte.

Doch das schönste ist natürlich, dass sie zu jeder Story und zu jeder Etappe ein wunderschönes Lied hat. So eröffnet sie die musikalische Reise mit herausragend interpretierten Stücken von Stephen Sondheim und Bob Dylan. Zu Ehren ihres deutschen Großvaters und ursprünglich den Überredungskünsten von Alfred Biolek zu verdanken, besingt sie auch Goethes „Heideröslein“. Doch immer wieder sind es die Broadway-Melodien, die ihr Leben und somit auch diese Show ausfüllen. Dies mündet in ihrer Musicalkarriere, die sie ab Ende der 80er Jahre im Berliner Theater des Westens in „Cabaret“ und „Sunset Boulevard“ beschritt. Stilgerecht wird dieser Teil ihres Lebens im Programm nach der Pause auf der umgebauten Bühne dargestellt. Der Flügel steht nicht mehr am Rande zwischen anderen Requisiten, sondern in der Mitte des Bühnenraums. Bruce W. Coyle sitzt im eleganten Smoking daran und Helen Schneider steht davor in einem hellen, schicken Hosenanzug. Auf ihre ganz individuelle, manchmal fast schräg wirkende Weise singt sie einige der schönsten Stücke aus „Cabaret“, „Sunset Boulevard“ und „Evita“. Dazu kommen noch Stücke von einem ihrer Lieblingskomponisten Kurt Weill, so das wunderbar emotional vorgetragene „Surabaya Jonny“.

„A Voice And A Piano“ ist eine gelungene Kombination aus Information aus dem Leben einer großartigen Künstlerin und Unterhaltung auf Höchstniveau. Alle Höhepunkte des Programms sind auf der gleichnamigen CD als Erinnerung vorhanden.

Kai Schmidt

http://www.helenschneider.com - http://www.bar-jeder-vernunft.de

  • 08.-15.04.08 Berlin - Bar jeder Vernunft (Karten unter 030 - 883 15 82)
  • 04.04.08 Wuppertal - Rex Theater
  • 05.04.08 Oberhausen - Ebertbad
  • 06.04.08 Melle - Stadthalle
  • 17.04.08 Ravensburg - Oberschwabenhalle
  • 17.05.08 Leipzig - Anker
  • 19.u.20.05.08 Bonn - Pantheon
  • 21.u.22.05.08 Weimar - Spiegelzelt

 

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