 Martin Scorseses Rolling Stones-Live-Doku "Shine A Light" wird
dieser Tage allerorten als wunderbarer Musikfilm gefeiert, der die
verblüffenderweise in Würden gealterte Band um Mick Jagger und Keith
Richards einmal nicht als globales Mega-Phänomen zeigt, sondern ihnen,
in Akkordanz mit dem persönlichen Rahmen des Auftritts im berühmten New
Yorker Beacon Theater, mächtig auf die Pelle rückt.Auch wenn das auf CD nicht ganz so spektakulär funktionieren kann wie
im
Kino, ist "Shine A Light" auch als Tondokument eine großartige Sache -
nicht zuletzt wegen kongenialer Gastauftritte von Jack White III,
Buddy Guy und Christina Aguilera (die Jagger in "Live With Me" an
die Wand zu singen droht), vor allem aber wegen der Setlist, die vor
raren Schmuckstücken wie "Faraway Eyes", "Champagne & Reefer",
"You
Got The Silver" oder "Little T&A" nur so glitzert und damit auch
und
gerade dem voll versierten Fan viel zu bieten hat. Keine Frage, so
inspiriert und fantasievoll wünschte man sich die oft arg routiniert
agierenden Rolling Stones live häufiger - "Shine A Light" ist dennoch
ein exzellenter Trost für so manche vergebene Chance. Friedrich Reip
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