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Unbeirrbar und mit wenigen Ausnahmen lassen die Musiker von Blackmail die Trommeln donnern und die Gitarren dröhnen. Ihre Lieder sind längst zeitlos geworden, rocken sie doch hart und herzlich, monströse Riffs münden allerdings formschön und ungebrochen in Beatles-Harmonien oder Bowie-Stardust-Glam, also direkt in diese erhebenden Momente popmusikalischer Schönheit. Gerade den relativ schlichten und doch abwechslungsreich wie stets treffenden Gesang Aydo Abays tragen die energischen musikalischen Arrangements in die Höhen der Evergreens. Ein wunderbares Beispiel hierfür ist bereits das zweite Stück des Blackmail-Albums dessen heftige wie dann aber auch doch harmonische Rock-Brachialität eine Piano-Interlude kontrastiert.
 Für Blackmail-Lieder gibt es nun keine Unzeit mehr. Noch vor Jahren, als alternativer Rock gestorben sein sollte, auch in indirekter Folge auf den Nirvana- und Grunge-Hype, da scherten sich die Koblenzer trotzdem allein um die mitreißende wie folgerichtige Vermengung des Krachs mit euphorisierenden Gesangsstücken inklusive mächtiger Gitarrenbreitseiten. Mittlerweile haben die Herren ihren Krach-Rock vollständig entrümpelt, sich vom Noise mehr und mehr abkehrend, damit zu Pop-Songs deutlich Stellung nehmend. Dies geschieht auf "Tempo Tempo" gar derart deutlich, dass dabei Balladen entstehen, wie ein in nahezu authentischer Americana-Gestalt erweichendes "The Good Part" oder das melancholisch-sehnsüchtige "Speedluv". Doch der Verzerrer bleibt eben ein sehr, sehr guter Freund und die große Leidenschaft der Band vereint Lautstärke mit Ausdrucksstärke, weiterhin. Damit es niemals langweilig wird.
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T. Stalling http://www.blackmail-music.com | http://www.myspace.com/thisisblackmail | http://www.cityslang.com
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