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Dirty Dancing in Hamburg 

23.03.2008

Die Musicalversion von „Dirty Dancing“ unterscheidet sich vom klassischen Aufbau anderer Musicals. Im Vordergrund steht nicht der Gesang der Hauptdarsteller, sondern die Geschichte selbst, in der das Tanzen die zentrale Rolle spielt.

Dirty Dancing in HamburgDirty Dancing in HamburgSpielstätte des Tanzmusicals ist seit März 2006 die Neue Flora in Hamburg, eines der größten und komfortabelsten Theater in Deutschland. Großzügige Foyers auf mehreren Ebenen bieten den 2.000 Gästen auch in den Pausen genug Platz zum flanieren, sitzen und unterhalten. Der Zuschauerraum mit seiner steilen Sitzreihenanordnung bietet von jedem Platz einen uneingeschränkten Blick auf die Bühne. Gemütliche Bars und Restaurants runden die Spielstätte zu einem äußerst einladenden Ort ab. Seit 18 Jahren wird das speziell für Musicalaufführungen gebaute Haus bespielt, über 10 Jahre lief hier „Das Phantom der Oper“, danach folgten „Mozart“, „Titanic“ und zuletzt „Tanz der Vampire“.

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Dirty Dancing in HamburgDirty Dancing in HamburgNun beherbergt das Haus also ein Musical, das hier seine Europapremiere feierte und so nach der ersten Show in Australien noch vor London zu dem Stück kam. Auch das ist Eleanor Bergstein zu verdanken, die nicht nur die Macherin des Kultfilms war, sondern auch des Bühnenstücks. Unverkennbar detailgetreu hat sie ihre Handlung übertragen. 78 Szenenwechsel geben der Geschichte ein Tempo, wie man es auf einer Bühne selten erlebt. Moderne Drehbühnentechnik und im Boden versenkbare Kulissen schaffen die Möglichkeit dazu. Den Hintergrund zaubert eine acht mal drei Meter große, gebogene LED-Wand. Aber auch die Seitenwände des Zuschauerraums werden mit Projektionen einbezogen und so sitzen die Zuschauer nicht mehr in einem Theatersaal, sondern mitten in der Handlung. Überhaupt wird so oft wie möglich das Gefühl vermittelt, als Publikum ein Teil der Handlung zu sein.

Kostüme, Frisuren und Autos machen die 60er Jahre fühlbar. Getanzt wird auf wie im Film auf Bühnen, Plätzen, Brücken und Baumstämmen. Da gibt es nichts, was man vermissen wird, die Geschichte wird exzellent erzählt. Die emotionalen Stimmungen übertreffen vielleicht sogar die des Films, weil man hier die Menschen greifbar nah und existent vor sich sieht.

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Dirty Dancing in HamburgDirty Dancing in HamburgAuch die Musik wurde komplett eingearbeitet, kommt aber leider inklusive Gesang zum großen Teil vom Band. Zwei Songs wurden mit deutschem Text versehen und werden vom Ensemble gesungen. Einige Stücke werden aber von professionellen Sängern gesungen, während die Hauptdarsteller mit eindrucksvollen Tanzdarstellungen beeindrucken. Bestes Beispiel dafür ist das furiose Finale mit dem Megahit „The Time Of My Life“. Die darauf folgenden stehenden Ovationen des Publikums werden mit einem abschließenden Musik- und Tanz-Medley belohnt.

Kai Schmidt

http://www.stage-entertainment.de

  • bis Juni 2008 in der Neuen Flora in Hamburg
     
  • Karten unter 0 18 05 / 44 44 (0,14 Euro/Min.)

 

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