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Das Udo Jürgens Musical auf St. Pauli 

24.03.2008

Seit Dezember 2007 ist im Operettenhaus Hamburg das Musical „Ich war noch niemals in New York“ zu sehen. Die Komödie mit den Hits von Udo Jürgens ist die erste Eigenproduktion der Stage Entertainment für Deutschland – andere Stücke liefen stets zuvor auf anderen Bühnen im Ausland.

Das Udo Jürgens Musical auf St. PauliDas Udo Jürgens Musical auf St. PauliDie Handlung ist durchaus turbulent und kurzweilig, doch bleibt der Inhalt etwas auf der Strecke. Dabei war die Idee durchaus sehr gut aktuelle Themen einzubringen, wie Generationenkonflikte, Vereinbarkeit von Kariere und Beziehung oder die Akzeptanz schwuler Partnerschaft. Doch es bleibt alles an der Oberfläche und ohne glaubwürdige Emotionen und wird so zur belanglosen Klamotte. Teilweise wirkt die Handlung wie gewaltsam um die Songs von Udo Jürgens gezogen. Wahrscheinlich wollte man soviel wie möglich Ohrwürmer unterbringen. Schade, denn vielleicht hätten andere Lieder von ihm viel besser in das Stück gepasst und mehr Platz für Gefühl in der Inszenierung gelassen.

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Das Udo Jürgens Musical auf St. PauliDas Udo Jürgens Musical auf St. PauliDoch es ist ganz klar, das Musical soll von den bekannten Hits leben. Wirkung soll mit dem Effekt der Wiedererkennung erzielt werden. So brauchte es wohl auch kaum viel Mühe die Arrangements der Lieder auf das Bühnenstück anzupassen. Sie wurden zum größten Teil komplett so belassen und wir sehen im Ergebnis ein Theaterlustspiel mit Schlagern durchsetzt. Nur sehr selten wurden die ursprünglichen Liedtexte in Details abgeändert, damit sie in die Handlung passen.

Die Kulissen sind aufwendig, aber wenig fantasievoll. Sie vermitteln den jeweiligen Ort der Handlung sehr detailgetreu und können durch eine Drehbühne oder fahrbare Kulissenteile schnell gewechselt werden. Ähnlich verhält es sich mit den Kostümen, die bunt und vielfältig, aber selten besonders ausgefallen sind.

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Das Udo Jürgens Musical auf St. PauliDas Udo Jürgens Musical auf St. PauliInteressant wird es dann, wenn sich das Ensemble mit bunten Kostümen, wie zum Beispiel beim Maskenball in Szene setzt und „Schöne Grüße aus der Hölle“ bestellt. Oder der Kinderdarsteller eine aufgepeppte Version von „Mit 66 Jahren“ in den Saal wirft. Dann bekommt auch das Publikum etwas zu tun und kann zu den wohlbekannten Melodien mitklatschen.

Kai Schmidt

http://www.stage-entertainment.de

  • Operettenhaus Hamburg
     
  • Karten unter 0 18 05 / 44 44 (0,14 Euro/Min.)

 

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