 Diese Auflösung sollte schließlich zur Gründung einer neuen Band führen
- The Beautiful South, ebenfalls nicht unbedingt unter den
landläufigen Referenzen dieser Tage - und mittlerweile ebenfalls out of
service. Der Link zwischen beiden Formationen war Sänger Paul Heaton,
der nun auch hinter der Veröffentlichung des Split-Best Ofs "Soup"
stehen mag.Immerhin ein knappes Drittel der 22 Tracks wurden für die Housemartins
reserviert, und wer sich an Songs wie "Happy Hour" oder "Five Get
Over Excited" erinnert, hat sie vermutlich ohnehin im Plattenschrank.
Der Rest nimmt das Ganze als Geschichtsstunde und wundert sich, wie
leichtfüßig britischer Pop einmal sein konnte. Auch für The Beautiful South galt dies natürlich, insbesondere zu
Beginn. Mit den Jahren und den Platten, schlicht auch nicht zuletzt mit
dem Alter von Herrn Heaton vermutlich wurden die Songs gewichtiger,
manches Mal gar träge, was die chronologische Anordnung der Tracks auf
"Soup" gut nachvollziehbar macht und dem Ganzen einen Hauch
Schwanengesang verpasst. Wer im Getöse des aktuellen Garage-Gedonners
den Untergang klassischen UK-Indiepop-Songwritings bedauert, findet
hier, wenn keine Hoffnung, so doch Trost. Friedrich Reip
|