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Superstar Alexander Klaws wagt Neubeginn 

20.02.2008

Nach zwei Jahren Pause meldet sich Alexander Klaws zurück und präsentierte im Berliner Jazzclub A Trane vor den Journalisten sein neues Album „Was willst du noch?!“. Neue Richtung, neues Konzept. Nach den letzten drei Alben versucht es Deutschlands erster DSDS-Gewinner nun mit der deutschen Sprache und springt äußerst spät auf die Deutschpopwelle auf. Silbermond und Freunde lassen grüßen. Im Infotext für die Presse werden Yvonne Catterfeld, Laith-Al-Deen, Christina Stürmer und Rosenstolz als Referenz der Produzenten genannt. Ein wenig Rock hier, etwas Profil da.

Superstar Alexander Klaws wagt NeubeginnSuperstar Alexander Klaws wagt NeubeginnWas bei den Veränderungen blieb ist der Mainstream. Fast jeder Song der neuen Platte eine potentielle Single fürs Radio. Der rote Faden bleibt musikalisch jedoch aus. Inhaltlich dreht es sich wie immer um Liebe und Gefühle. Um seine damalige Freundin z.B., der er nicht das geben konnte, was er wollte. Ab und an eine schöne Textzeile, jedoch nichts was im Kopf bleibt. Und nichts von ihm selbst. Alle Songs wurden für ihn geschrieben. Nur ein einziger Track trägt seinen Namen, allerdings auch nur als Mitwirkender. Immerhin hat er die Stücke selbst ausgewählt. Zwar klagt seine Plattenfirma öffentlich über seinen fehlenden Entscheidungswillen, freut sich nun aber, dass er es „nach anderthalb Jahren endlich geschafft hat“. Überzeugt klingt das nicht, oder?

Hört man die erste Singleauskopplung „Welt“, denkt man sofort an die damalige Band Echt. Gleiche Stimmung, ähnliche Tonfolgen. Melancholisch-schön mit vielen Streichern. Emotional und kraftvoll. Schon beim zweiten Mal kann man mitsingen. Jedoch ist die Melodie so simpel gestrickt, dass sich sehr schnell die Nerven melden und einen zum Ausschalten zwingen.

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Superstar Alexander Klaws wagt NeubeginnSuperstar Alexander Klaws wagt NeubeginnWas man Herrn Klaws allerdings zugute halten muss, ist seine Performance. Er scheint erwachsener geworden zu sein. Selbstbewusster. Cooler. Und auch gesanglich hat sich einiges getan. Er geht mit seiner Stimme richtig aus sich raus und spielt mit seinem eigenen Soul. Hat die Verwandlung in die Rolle des Alfreds im Musical Tanz der Vampire ihn also nicht nur Geld gebracht. Er wirkt selbständiger auf der Bühne, fängt an Ecken und Kanten zu entwickeln. Doch das Image des Schwiegersohns wird er wohl nie verlieren und so schmilzt die weibliche Presse vor der Bühne dahin und freut sich auf das gleich stattfindende Interview.

Am 4. April sollen Single und Album erscheinen. Einen Nummer Eins-Hit wird er damit wohl nicht erzielen, aber mit Unterstützung der Radiosender sicher in die Top20 einsteigen. Ob sich das Album dort jedoch lange halten wird ist fraglich.

Felix Kosel

http://www.alexanderklaws.de

 

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