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Mary J Blige - Growing Pains 

04.02.2008

Nach ihrer Rückkehr aufs große Podium 2006 war Mary J Blige konstant präsent - allerdings ohne wirklich ein Zeichen zu setzen, von einem Hit wie "No More Drama" ganz zu schweigen.

Mary J Blige - Growing PainsMary J Blige - Growing PainsMan kann das natürlich in erster Reaktion merkwürdig finden, verschenkt - immerhin mangelt es Blige weder an der Stimme noch an den Beziehungen zu den Producer-Größer dieser Tage. Vielleicht aber ist das Ganze auch gar kein tragischer Irrtum, sondern eine gelassene, aufs Wesentliche konzentrierte Low-Key-Taktik, in deren relativer Ruhe und Zurückgenommenheit sich prima Musik machen lässt. Auch "Growing Pains" ist kein Hit-Vehikel, das seine (durchaus vorhandenen) Vocal Features selbstverliebt zur Schau stellt und es zwischen den Auskopplungen nie zu einem Profil bringt - es ist, ganz im Gegenteil, ein rundes, geschmeidiges Album, weitaus näher am Soul als alle künstlich-lüsternen Popliedchen von Beyoncé und Mariah Carey zusammen.

Als "Queen of HipHop-Soul" ließ sich Mary J Blige vor einigen Jahren gern noch bezeichnen; HipHop indes ist nun auf "Growing Pains" nicht mehr zu finden, und der Titel "Queen of Soul" wird bis auf Weiteres von Legenden ausgefochten. Irgendwann aber darf Mary J Blige vielleicht mitmischen.

Friedrich Reip

http://www.mjblige.com

 

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