 Es ist ja sattsam bekannt, dass es kein Kinderspiel ist, Pete Doherty
und seine Babyshambles tatsächlich in Aktion zu erleben - weswegen
eine Live-DVD an und für sich eine durchaus sinnvolle Angelegenheit
ist. Wenn sie allerdings so klingt wie "Up The Shambles", bleibt man wohl
doch besser gleich bei den Studioalben.Dabei sieht das Ganze auf dem Papier bzw. dem Case durchaus
vielversprechend aus: die Setlist vereint Babyshambles-Hits wie "Fuck
Forever" oder "Killamangiro" mit Klassikern von Dohertys legendären
Libertines, Dot Allison schaut für ein paar Strophen und ein
bisschen Geklimper auf dem Glockenspiel vorbei, und vor allem: dieses
Konzert wird nicht mehr kurzfristig abgesagt werden. Allein: die Soundqualität der DVD spottet jeder Beschreibung. Meist ist
Doherty kaum oder nur entsetzlich dünn überhaupt zu hören, die Drums
klingen, als seien sie auf Pappkartons eingetrommelt worden, einzig die
Gitarren wirken, wenn auch nur in einigen wenigen Momenten, greifbar
und
authentisch. Das Bonusmaterial schließlich, in dem sich immerhin eine
Aufnahme des Libertines-Songs "Can't Stand Me Now" findet, wirkt dann
gänzlich wie von einem fünf jahren alten Mobiltelefon mitgeschnitten.
Fazit: Inakzeptabel. Friedrich Reip
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