 Die Vorgehensweise ist unverändert geblieben. Wie schon für den Vorgänger “6“ wurde an fünf Tagen aufgenommen, das Material wurde weder besprochen, noch er- respektive geprobt. Die Stücke entstanden in Interaktionsprozessen kollektiver Improvisation. Dynamisch, vieldeutig, abwechslungs-, spannungsreich und un-vorherkalkuliert dringt diese elektrische und elektronische Musik in Ecken und Winkel vor, welche selten zuvor betreten worden sind.
Das norwegische Improvisationsquartett Supersilent leitet das bereits im Sommer 2005 aufgenommene Album “8“ mit dunklen und bedrohlichen, kalt-bassigen Schalleriegnissen ein. Bis dann der Beat sich fragmentarisch offenbart, eine rhythmisch eindeutige Strukturiertheit vorerst vornehmlich antäuschend und, sich vor zuweisungsklarer Geradlinigkeit zierend, hereinstolpert, um schließlich mehrere akzentuierte Anhaltspunkte pro Taktmaß im Dröhnen und Schaben des anschwellenden und sich immer weiter verdichtenden Instrumententreibens zu platzieren. Auf diesen brachialen, verzerrten Noise-Jazz folgen ruhige Momente sinnlichen Strömens in ruhigen Klangflächen, polyrhythmische Pulse, verfremdete Stimmanteile, schwebende Tasteninstrumentenwolken, filigrane Schlagzeugwirbeleien, flirrend eingeworfenes Piepen, auch expressionistische Melodien-Tupfereien, neben abrupten Wendungen und sanften Kurskorrekturen im Angesicht absoluter Freiheit, denen Worte eines knappen Rezensionstextes letztendlich lediglich spotten können.
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