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Maceo Parker - Roots And Grooves 

28.09.2007

Bisher trat der Saxophonist Maceo Parker nie als Leader einer Big Band in Erscheinung. Doch beim Aufeinandertreffen mit der WDR Big Band, während einer zweimonatigen Europa-Tournee zu Beginn des Jahres 2007, war es dann tatsächlich soweit. Der für viele Jahre als kongenialer Bläsersektionsfrontmann und Solist des Funk agierende Parker führte durch ein eigens und speziell zusammengestelltes Programm. Die Doppel-CD “Roots & Grooves“ präsentiert dessen Höhepunkte nun, unterteilt in eine dem wahren Funk aus Maceos Vergangenheit und Gegenwart bündelnden Stückfolge und einer Ray Charles gewidmeten Retrospektive.

Maceo Parker - Roots And GroovesMaceo Parker - Roots And GroovesDie “Tribute To Ray Charles“ ist Parkers Idee geschuldet, welche ihm sofort kam, als das Angebot lockte mit einer Bigband durch Europa zu reisen. Als Bewunderer des Verstorbenen, mit dem er die Bühne teilen durfte, entschied sich Parker einige ihm besonders am Herzen liegende Kompositionen der Legende aufzuführen. Gemeinsam mit seiner Rhythmusgruppe und der WDR Big Band gedenkt Maceo, mit Saxophon und beeindruckender Gesangsstimme, der seelenvollen Musik des Ray Charles ohne Sentimentalität und zudem sehr lebendig.

Der einstige Begleiter der einflussreichsten Funk-Größen des Universums – nämlich Godfather James Brown höchst selbst sowie dem überweltlichen Parliament/Funkadelic-Gründer und überweltlichen P-Funk-Oberhaupt George Clinton oder den Artisten namens Prince -, bereist das Erdenrund nun bereits seit vielen Jahren unter eigenem Namen. Seit den frühen Neunzigern geht er seinen Weg. Und doch wäre er kein wirklicher Funkateer, wenn er nicht auch mit der Unterstützung einer Bigband in seinem angestammten Revier Klassiker gehörig aufmischte. Die zweite CD des Sets, “Back To Funk“, zelebriert die seit der durch “Papa´s Got A Brand New Bag“ und “Sex Machine“ ausgelöste rhythmische Revolution, diese unverwechselbar federnden elastischen Grooves, welche den Funk prägten. Sie glänzt mit ausgiebig exerzierten, intensiven solistischen Eskapaden. Gerade “Pass The Peas“, eigentlich ein Standard, dem sämtlichen Annahmen zufolge wenige Überraschungen zu entlocken wären, wird weit über diesen Status erhoben, wenn die Musizierenden sämtliche Facetten seiner Auslegungsmöglichkeiten erforschen.

T. Stalling

http://www.intuition-music.com

 

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