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Eigentlich hört doch jeder gern klassische Filmmusik - umso
verwunderlicher, dass man kaum irgendwo Informationen über die
Neuerscheinungen in diesem gern sträflich vernachlässigten Genre
findet.
Kann man ändern: auf diesen Seiten werden nun etwa einmal im Monat
einige neue Soundtracks zu aktuellen Kinofilmen vorgestellt. In diesem
Sinne: Vorhang auf...
 Der deutsche Kinostart "Planet Terror", Robert Rodriguez' Beitrag
zum "Grindhouse"-Double Feature mit "Death Proof" von Quentin
Tarantino", wurde ja nun schon einige Male verschoben - dabei liegt es an einem ganz sicherlich nicht: an der Musik. Die stammt ebenfalls aus
der Feder von Rodriguez, für einen dichten, durch und durch stilechten
Vibe ist also gesorgt. Schick: auf drei Tracks ist Cherry Darling
alias Schauspielerin Rose McGowan zu hören.
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 Ohne stimmliche Unterstützung kommt der Score des österreichischen
Komponisten Paul Haslinger (zwischen 1986 und 1992 Mitglied von
Tangerine Dream) zum wegen seines zynischen Humors schwer in die
Kritik geratenen Actionfilm "Shoot 'Em Up" um Clive Owen und
Monica
Bellucci. Für Abwechslung auf den 22 Tracks ist dank großer Spannweite von düsterem TripHop über tiefe Soundscapes bis zu wuchtigem
Gitarrengedonner aber auch so gesorgt.
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 Den Abschluss bildet diesmal eine echte Seltenheit, denn mit den
Kompositionen des Deutschen Ramin Djawadi (der bislang hauptsächlich
als Orchestrator und Assistent von Szenegrößen wie "Hans Zimmer und
Klaus Badelt in Erscheinung getreten ist) zu "Prison Break" wird
der
Score zu einer TV-Serie veröffentlicht. Dem im Vergleich zum Kino
angezogenen Tempo geschuldet, sind die meisten der über 30 Tracks
weniger als zweieinhalb Minuten lang, was ihnen aber nichts von ihrer
unaufgeregten Eindringlichkeit nimmt.Friedrich Reip
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