 Produzent und Remix-Star Ewan Pearson hatte sich zuletzt ein wenig
aus
der Szene zurückgezogen und die Bühne spektakulärer Popsong-Umbauten
Künstlern wie Phones, MSTRKRFT, Jacques Lu Cont oder Mylo
überlassen. Das soll sich offenbar in absehbarer Zeit wieder ändern,
weswegen der eigene Name zunächst einmal wieder ins Gespräch zu bringen
ist. So erscheint also nun mit "Piece Work" beeindruckende
21-Track-2CD-Compilation von Pearsons besten Arbeiten der vergangenen
sechs Jahre (eine Auswahl älterer Remixe wurde 2001 für "Small
Change"
zusammengestellt), darunter Re-Dos von Tracks von Goldfrapp, The
Rapture, Franz Ferdinand, Ladytron oder den Pet Shop Boys.Dabei hat es Pearson stets vermieden, einen eigenen, typischen Sound zu
kreieren, stattdessen scheint er mit jedem Track wieder bei Null
anzufangen und in den Spezifika der Musik nach individuellen
Ansatzmöglichkeiten zu suchen - was die Originale mitunter heftig aus
den Fugen bringt. Ein gutes Beispiel dafür ist der "Objects In Space
Remix" von "Don't Let Stars Keep Us Tangled Up", eines der neueren
Stücke auf "Piece Work". Im Original von Folksängerin Cortney Tidwell
noch ein ruhiges, eher loses Lagerfeuerlied, wird es bei Pearson zu
einem 12minütigen Housemonster inklusive Transition-Outro aufgepumpt.
Das macht Spaß und Lust auf mehr - Ziel erreicht. Friedrich Reip
|