 „Los Angeles“ und „Wild Gift“, die beiden Anfang der 1980er veröffentlichten und vom ehemaligen Doors Organisten Ray Manzarek produzierten Alben der US-Band X, gelten als Klassiker des Cowpunks.Ein viertel Jahrhundert später veröffentlicht Gründungsmitglied John Doe sein bereits siebtes Soloalbum. Ein Klassiker ist „A Year In The Wilderness“ sicher nicht geworden. Zwar bezeichnet Doe die Sessions selbst mit den Worten „Christ! It all happend too fast. A scary and wondrous process”, was noch auf einen großen Wurf wie „Meet John Doe” von 1990 hoffen lässt. Auch pendelt das neue Album gekonnte zwischen Rock, Folk und Country und machen eine Handvoll Songs wie das rhythmische „Big Moon“, die karge Ballade „The Bridge“ und der heimliche Ohrwurm „Grain Of Salt” Lust auf mehr. Doch viel mehr kommt leider nicht. Die restlichen Stücke plätschern uninspiriert vor sich hin. Da können weder die ansonsten unantastbare Aimee Mann in „Unforgiven“ noch Kathleen Edwards in „The Golden State“ und „A Little More Time“ noch Gitarrist Dan Auerbach von The Black Keys etwas retten. .
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