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Pechsaftha - Dick In Frisco 

08.09.2007

Inmitten des Eisenteil-Geklopfes, Gitarrenpfeifens- und Schleifens, dem Bassbrodeln und den Geradeausrhythmen dringen Beobachtungen, barsch eingeworfene Fakten und gnadenlos ehrlich anmutende Worte, Aufhorchargumente, Verlust- und Verlorenenmodelle, vorgetragen mit Sprechgesangstimme - doch keine Rapflows und Dissen fehlt komplett aus, schleicht lediglich subtil um die Blocks -, ins Ohr. Alltagssprache und auch poetische Prosa der stets suchenden und findenden Familie Pechsaftha.

Pechsaftha - Dick In FriscoPechsaftha - Dick In FriscoTextliche und musikalische Oberflächenruhe, nach dem laut-hart-aggressiven Punk-Sturm der, mit aller Nachhaltigkeit, über die Instrumente und Stimmbänder malträtierend hinwegfegt. Als Anknüpfungspunkt und aktualisierter, auch reflektiert distanzierterer Nachhall bleiben eben oft genug, wenn der Kopf mitspielt, allein die mittelbaren Geräusch-Kompositionen und der rezitative Vortrag, doch dieser Intonationsvariante bedeutet keinen Verlust. Der Verzicht auf gesangliche Stilmittel fokussiert Aussagen, bringt Gedanken nahe, nicht Ausdrucksformen oder abgenutzte, weil stilisiert entfremdete Gefühlsausbrüche. Und vor allem bedeutet diese Wahl auch eine Entsprechung der bewussten Abkehr von selbstverliebten wie auch –mitleidigen Befindlichkeitenketten, welche ja in Pop- und Rocksongs, in deutscher Sprache formuliert, ständig fragwürdig weit verkitscht und sinnentleert daherkommt, an den Grenzen des guten oder auch schlechten Geschmacks Kerben und Kratzer hinterlassend.

T. Stalling

http://www.myspace.com/familiepechsaftha - http://www.tumbleweedrecords.de

 

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