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6x frischer Indie: Adventure Club, Deloris, The Stevenson Ranch Davidians u.a. |
25.07.2007
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Die Indie-Welt ist größer als man denken könnte - genau: noch größer! - und lange nicht jede feine Single erscheint zwangsläufig auch in
Deutschland. Weil sich aber auch, manchmal gerade dort das Hinhören
lohnt, wo sich noch nicht allzu viele Menschen tummeln, gibt es auf
diesen Seiten in nicht ganz regelmäßigen Abständen, aber garantiert
einmal im Monat jeweils sechs Kurzrezensionen von in der Regel bislang
nicht in Deutschland veröffentlichten Platten von Bands, die jetzt noch
nicht jeder kennt, denen man aber durchaus später einmal wieder
begegnen
könnte. In diesem Sinne: Dabeisein ist alles - gerade von Anfang an...
 Los geht es mit Adventure Clubaus Birmingham und ihrem Debütalbum
"Wilderness Music", dessen Songs, anders als der Name verheißen
könnte, wenig abenteuerlich, dafür fast spätsommerlich entspannt
klingen
und zum Zurücklehnen einladen. Schöne Popmusik in bester britischer
Tradition, produziert übrigens von Knöpfchen-Legende Phil Vinall
(u.a.
Radiohead, Snow Patrol und British Sea Power).Ganz ähnlich, wenn auch ohne derlei prominente Unterstützung, machen es
Deloris mit ihrem Album "Ten Lives", das sich aber zusätzlich am
Folk orientiert - was schon in Titeln wie "Down The Mountain" oder
das
melancholische "Country Funeral", das aber durch den ausgelassenen
Schlusstrack "Woah Oh" aufgefangen wird und der Platte einen
schmissigen Abgang verschafft. .
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 Auch vom Folkpop, wenn auch im besten Frühneunziger-Sinn psychedelisch
überhallt, kommen The Stevenson Ranch Davidians. Die Vergleiche sind
schnell zur Hand: Spacemen 3, Spiritualized und vor allem, gerade
bei den Vocals: The Verve zu Zeiten von "Northern Soul". Was
eigentlich schon alles über die Qualität von "Psalms, Hymns, &
Spiritual Songs" sagt. Kleiner Nachtrag am Rande: noch während der Recherche für diesen Artikel wurde die Band auch für Deutschland gesignt!Noch mal frühe Neunziger, diesmal der andere wesentliche Bestandteil:
schimmernder Shoegazing, wie ihn vor allem die legendären My Bloody
Valentine zelebrierten. Dass sich Rumskib aus Dänemark durchaus als
deren Verwandte im Geiste betrachten, deutet schon das stark an
"Loveless" erinnernde Coverartwork ihres selbstbetitelten neuen
Albums
an - mit den ersten Klängen des Openers "Hearts On Fire" sind die
Referenzen dann endgültig verteilt. .
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 Und zwar in etwa die gleichen wie bei Thrushes aus Baltimore und
ihrem
Debütalbum "Sun Come Undone" mit seinen dicken Krachwänden,
berauschend wirbelnden Minimal-Melodien, enormen Spannungsbögen und
zärtlich verwehten, oft nur aus wenigen Worten bestehenden Lyrics.
Rauer
als Lush, wärmer als Curve, in jedem Fall wunderschön.Bereits ihren dritten Auftritt auf diesen Seiten haben Coco Electrik, und nach den Singles "Sex Shooter" und "Apple Pie" ist es nun endlich Zeit für den Debüt-Longplayer. "Army Behind The Sun" heißt das gute Stück, und glänzt wie die bisherigen Veröffentlichungen der Band
mit schrill-clashigem, oft fantasievoll verspieltem Elektropunk voller
Anzüglichkeiten, die auch über volle Albumlänge nicht auf die Nerven
fallen. Klasse Platte! Friedrich Reip
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http://www.myspace.com/wildadclubmusic - http://www.deloris.com.au - http://www.thedavidians.com - http://www.rumskib.org - http://www.thrushesrule.com - http://www.cocoelectrik.co.uk
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