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Bei "Dizzy", dem zweiten Album vom Pawnshop Orchestra ist die Zielgruppe ausnahmsweise schnell und klar umrissen: Jugendliche, die im Lo-Fi die Gegenwelt zu der Jugendkultur suchen, die ihnen bei Viva und der Bravo verkauft werden soll.
 Das wird schon beim Titel der ersten Single "Fantaundkotze" deutlich, der mich an den pubertären Song "Liebficken" des One-Hit-Wonders Sofaplanet schmerzlich erinnert. Das war damals jedoch für den Mainstream produziert, während Intro-Redakteur Daniel Decker, der Typ hinter dem Pawnshop Orchestra mit billiger Produktion die Ränder abzugrasen versucht. Simplen Melodien werden auf Kinder-Keyboards gespielt und auch Gitarre, Bass und Schlagzeug klingen nach Trash. Dazu leiert Decker seine mitunter guten Texte betont lustlos und unmelodiös herunter. Das mag Teenies begeistern, die das als Rebellion gegen den leeren Mainstream sehen.Irgendwann werden auch sie zu der Einsicht kommen, dass auch eine gute Produktion und ein angenehmer Gesang auch Substanz haben können und nicht unbedingt das Böse sind.Johannes Mihram
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http://www.pawnshop-orchestra.de - http://www.myspace.com/pawnshoporchestra
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