 Schon nach den ersten Klängen ist klar, „Requiem – Mezzo Forte” ist keine Musik für Frohnaturen, es ist ein imposantes Werk, in das man schwer hineinfindet, aber ebenso schwer wieder hinaus. Es hält einen mal mit Elfenfingern, mal mit Orkkrallen fest – und man muss aufpassen, dass es einen nicht in tiefe Abgründe zieht. Wer Dead Can Dance und orchestralen, sopranorientierten Gothic im kathedralen Doom-Gewand mag, den erwartet ein sehr ambitioniertes Werk, das zuweilen auch an Celtic Frost erinnert, wenn diese leisere Töne anschlagen.„Requiem-Mezzo Forte“ ist übrigens Teil einer Trilogie, die hier überraschenderweise mit dem 2. Teil den Markt beglückt. Der Grund dafür dürfte sein, dass dieser Part die Band am ehesten so präsentiert, wie man sie von ihren Vorgänger-Alben kennt. Teil 1 „Requiem – Pianissimo“ soll rein klassisch instrumentiert sein, Teil 3 „Requiem – Fortissimo“ ihre Metal-Einschläge forcieren. Beide sollen noch 2007 erscheinen. Man darf gespannt sein! Christian Liederer
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