bloom

Magazin -> Archiv

Virgin Black: Requiem-Mezzo Forte 

26.04.2007

„Requiem“ – ein Titel, der es ernst mein. Toternst sogar. Wenn jemand bei diesem Album der australischen Gothicer Virgin Black die Mundwinkel verzieht, dann sicher nicht zum Lachen. Leid und Schmerz trinken wir aus dunklen Bechern auf dem Trauerzug durch Tragik und Nacht, umhüllt von brunnentiefer Heiligkeit.

Virgin Black: Requiem-Mezzo ForteVirgin Black: Requiem-Mezzo ForteSchon nach den ersten Klängen ist klar, „Requiem – Mezzo Forte” ist keine Musik für Frohnaturen, es ist ein imposantes Werk, in das man schwer hineinfindet, aber ebenso schwer wieder hinaus. Es hält einen mal mit Elfenfingern, mal mit Orkkrallen fest – und man muss aufpassen, dass es einen nicht in tiefe Abgründe zieht. Wer Dead Can Dance und orchestralen, sopranorientierten Gothic im kathedralen Doom-Gewand mag, den erwartet ein sehr ambitioniertes Werk, das zuweilen auch an Celtic Frost erinnert, wenn diese leisere Töne anschlagen.

„Requiem-Mezzo Forte“ ist übrigens Teil einer Trilogie, die hier überraschenderweise mit dem 2. Teil den Markt beglückt. Der Grund dafür dürfte sein, dass dieser Part die Band am ehesten so präsentiert, wie man sie von ihren Vorgänger-Alben kennt. Teil 1 „Requiem – Pianissimo“ soll rein klassisch instrumentiert sein, Teil 3 „Requiem – Fortissimo“ ihre Metal-Einschläge forcieren. Beide sollen noch 2007 erscheinen. Man darf gespannt sein!

Christian Liederer

http://www.virginblack.com

 

Cd(s) bei amazon.de kaufen bzw. vorbestellen...

 

 

 


 

Powered by form4

Bei Fragen, Anregungen oder Beiträgen eMail an info@bloom.de.
Für die Richtigkeit der oben stehenden Artikel übernehemen wir keine Gewähr.