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Neue Soundtracks: The Good Shepherd, Hollywoodland, Ghost Rider 

12.04.2007

Eigentlich hört doch jeder gern klassiche Filmmusik - umso verwunderlicher, dass man kaum irgendwo Informationen über die Neuerscheinungen in diesem gern sträflich vernachlässigten Genre findet. Kann man ändern: auf diesen Seiten werden nun etwa einmal im Monat einige neue Soundtracks zu aktuellen Kinofilmen vorgestellt. In diesem Sinne: Vorhang auf...

Neue Soundtracks: The Good Shepherd, Hollywoodland, Ghost RiderNeue Soundtracks: The Good Shepherd, Hollywoodland, Ghost RiderDen Anfang macht der von Marcelo Zarvos und Bruce Fowler komponierte Score zum CIA-Geschichtsstreifen "The Good Shepherd" (deutscher Titel: "Der gute Hirte"). Dem gemäßigten Tempo des Films angemessen, schlägt auch die Musik gediegene, bisweilen wunderbar schwermütige Töne an - gerade dem Klavier überlässt der gelernte Pianist Zarvos in seinen Kompositionen stets eine tragende Rolle. Ergänzt und somit gleichermaßen vielseitig wie ausgewogen wird das Album u.a. durch Klassiker wie "Embraceable You" (Gershwin) oder "Blue Skies" (Berlin) sowie eine Komposition von Arvo Pärt.

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Neue Soundtracks: The Good Shepherd, Hollywoodland, Ghost RiderNeue Soundtracks: The Good Shepherd, Hollywoodland, Ghost RiderAuch die zweite Vorstellung des Tages stammt aus der Feder von Marcelo Zarvos, der die Arbeit zu "Hollywoodland" (deutscher Titel: "Die Hollywoodverschwörung") allerdings ganz allein übernommen hat und die Einspielung der Klavierparts diesmal sogar selbst übernommen hat. Der Score wird von einer tiefdüsteren Stille getragen, die nur wenige, dafür umso unwirklicher wirkende lichte Momente erlaubt. Bedrückend.

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Neue Soundtracks: The Good Shepherd, Hollywoodland, Ghost RiderNeue Soundtracks: The Good Shepherd, Hollywoodland, Ghost RiderGanz anders schließlich der bombastische Score von Christopher Young zur freilich auch filmisch auf völlig anderem Parkett spielenden Nicolas Cage-Comicverfilmung "Ghost Rider". U.a. für seine fulminanten Arbeiten zu "Hellraiser" und "Swordfish" bekannt, fährt Young auch diesmal alle Geschütze auf, von dramatisch zirpenden Gitarren über donnernde E-Gitarren bis hin zu gotischen Background-Chören. Langweilig wird es hier also nicht, auch wenn in all dem Getöse die Leitmotivik vielleicht etwas zu kurz kommt.

Friedrich Reip

 

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