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Eigentlich hört doch jeder gern klassiche Filmmusik - umso
verwunderlicher, dass man kaum irgendwo Informationen über die
Neuerscheinungen in diesem gern sträflich vernachlässigten Genre
findet.
Kann man ändern: auf diesen Seiten werden nun etwa einmal im Monat
einige neue Soundtracks zu aktuellen Kinofilmen vorgestellt. In diesem
Sinne: Vorhang auf...
 Den Anfang macht der von Marcelo Zarvos und Bruce Fowler
komponierte
Score zum CIA-Geschichtsstreifen "The Good Shepherd" (deutscher
Titel:
"Der gute Hirte"). Dem gemäßigten Tempo des Films angemessen, schlägt
auch die Musik gediegene, bisweilen wunderbar schwermütige Töne an -
gerade dem Klavier überlässt der gelernte Pianist Zarvos in seinen
Kompositionen stets eine tragende Rolle. Ergänzt und somit
gleichermaßen
vielseitig wie ausgewogen wird das Album u.a. durch Klassiker wie
"Embraceable You" (Gershwin) oder "Blue Skies" (Berlin) sowie eine
Komposition von Arvo Pärt..
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 Auch die zweite Vorstellung des Tages stammt aus der Feder von Marcelo
Zarvos, der die Arbeit zu "Hollywoodland" (deutscher Titel: "Die
Hollywoodverschwörung") allerdings ganz allein übernommen hat und die
Einspielung der Klavierparts diesmal sogar selbst übernommen hat. Der
Score wird von einer tiefdüsteren Stille getragen, die nur wenige,
dafür
umso unwirklicher wirkende lichte Momente erlaubt. Bedrückend..
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 Ganz anders schließlich der bombastische Score von Christopher Young
zur freilich auch filmisch auf völlig anderem Parkett spielenden
Nicolas Cage-Comicverfilmung "Ghost Rider". U.a. für seine
fulminanten Arbeiten zu "Hellraiser" und "Swordfish" bekannt, fährt
Young auch diesmal alle Geschütze auf, von dramatisch zirpenden
Gitarren
über donnernde E-Gitarren bis hin zu gotischen Background-Chören.
Langweilig wird es hier also nicht, auch wenn in all dem Getöse die
Leitmotivik vielleicht etwas zu kurz kommt.Friedrich Reip
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