 Er kam mit einem weißen T-Shirt auf die Bühne, welches im Stil seines Covers bunt bedruckt war. Das ganze mit glitzernden Pailletten versehen. Und trug dazu weiße Hosenträger, die er locker herunterhängen ließ. Das Publikum tobte. Von der ersten Sekunde an war die Stimmung auf ihrem Höhepunkt. Unglaublich. Alle waren dabei. Sangen mit, tanzten und starrten gebannt auf die Bühne. Die Mädels schrieen dazu, wie man es bei einem Take That-Konzert erwarten würde. Doch waren hier im Publikum nicht die Teenager in der Überzahl. Eine völlig gemischte Ansammlung von den boygroupliebenden Mädels, über einige aus der Gay community, wobei man diese in Stockholm nicht immer von den anderen unterscheiden kann. Aber auch Freunde von Soul und Funk waren dabei. Und langhaarige junge Männer, die man zu Hauf bei Konzerten von Indierockbands zu Gesicht bekommt. Sogar ganze Familien.Zwischen den einzelnen Songs erzählte Mika kurze Geschichten. Allerdings keine langen Monologe, sondern kurz und spritzig. Wie es der ganze Abend war. Keine Sekunde zum Nachdenken. Ein einziger Rausch durch sein Album. Ziemlich in der Mitte sang er den Hiddentrack “Over My Shoulder” und ließ den Besuchern die Gänsehaut den Rücken herunterlaufen. Klang der erste Song von ihm noch wie über ein Playback gesungen, bewies er nun seine grandiose Stimme. Die Höhen wie die Tiefen kamen locker und sauber wie auf der CD rüber. Unbeschreiblich. Er schmetterte einfach alles in den Raum, ganz relaxt und natürlich.
|